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Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft // Montanuniversität Leoben
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AbER innovation

Projektbeschreibung

Unternehmen aus Abfallwirtschaft, Entsorgung und Recycling sind in den letzten Jahren vermehrt von starken Brandereignissen betroffen. Im Gegensatz zu früheren Häufungen von Brandfällen in der Branche, etwa Deponiebrände in den 90er Jahren oder Brände in Abfallzwischenlagern in den 2000er Jahren, ist seit einigen Jahren die gesamte abfallwirtschaftliche Wertschöpfungskette betroffen.

Eines der Hauptprobleme ist, dass trotz der Erfüllung der Sammelquoten für Gerätebatterien sehr viele Batterien am Ende ihres Lebenszyklus als Fehlwürfe im Restmüll, aber auch in Stoffströmen wie Leicht- oder Metallverpackungen gelangen. Insbesondere von Lithiumbatterien, welche sich durch ihre hohe Energiedichte auszeichnen, geht dann eine sehr hohe Brandgefahr aus. Im Projekt BAT-SAFE konnten dazu bereits viele grundlegende Erkenntnisse gewonnen werden.

Neben Batterien können aber auch andere Stoffe und Materialien bei der Entsorgung sicherheitstechnischen Problemen führen. Nicht restentleerte Druckgaspackungen (u.a. Spraydosen und Gaskartuschen) aber auch phoshpinbildende Mittel (zur Schädlingsbekämpfung) und ungelöschter Branntkalk zählen dazu.

  

Projektziel

Im Projekt AbER innovation geht es einerseits darum, ein Innovationsnetzwerk zum Thema Brandschutz für Unternehmen aus dem Bereich Abfallwirtschaft, Entsorgung und Recycling (AbER) aufzubauen. Andererseits soll es durch den intensiven interdisziplinären Austausch von Know how zu einer Steigerung des Innovationsniveaus je Projektpartner kommmen. Im Projekt werden vier prototypische Pilotprojekte entwickelt und durchgeführt, und darüber hinaus ein Best-Practice-Katalog für abfallwirtschaftsspezifisches Brandschutz-management erarbeitet.

Durch die Installation einer entsprechenden Informationsplattform (open access und Open Innovation) wird die Aktivität des Netzwerkes auch nach Ende der Projektlaufzeit nachhaltig sichergestellt.

  

Konsortium

Beim Konsortium handelt es sich um ein neues interdisziplinäres strategisches Netzwerk, bestehend aus Unternehmen der Abfallwirtschafts-, Entsorgungs- und Recyclingbranche (AbER, Technologieanwender), Herstellern von Aufbereitungsaggregaten und -maschinen, Anbietern von Sensortechnik und Detektionsgeräten sowie einem Anlagenbauer (Technologielieferanten), Unternehmen im Bereich des Risiko Consulting, Prüfung, Überwachung- und Zertifizierung, zwei Intermediären (Interessenvertretung & Clusterorganisation), einer Universität und einer Reihe von LOI-Partnern.

Abbildung 1 Netzwerk Und Stakeholder Im Projekt 1

Netzwerk und Stakeholder im Projekt

 

Problematik und Hintergrund

Die Branche der Abfall- und Entsorgungswirtschaft steht seit jeher vor der Herausforderung des richtigen Umgangs mit brandlastreichen und inhomogenen Stoffströmen, welche regelmäßig auch (brand-)gefährliche Störstoffe enthalten. Dabei verursachen neuartige Produkte, wie zum Beispiel Lithiumbatterien, am Ende ihres Lebenszyklus zunehmend sicherheitstechnische Probleme. Die Ursachen dafür sind vielfältig, teils branchenspezifischer aber auch nicht branchenspezifischer Natur und reichen von biologischen/chemischen Reaktionen (Selbstentzündung) bis hin zu elektrischen Einwirkungen und mechanischen Beschädigungen der Störstoffe.

Obwohl in den letzten Jahren zum Teil erhebliche Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes unternommen wurden, kann bei der Anzahl an Brandfällen kein sinkender Trend festgestellt werden. Daraus lässt sich schließen, dass ergriffene Maßnahmen offenbar nicht oder nur in eingeschränktem Maß greifen, die sicherheitstechnischen Probleme sehr komplex sind und eine Lösung nur in Kooperation aller im Netzwerk beteiligten Partner gelingen kann.

  

Projektziele, Innovationsgehalt und erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes ist, dieser folgenschweren Entwicklung entgegenzuwirken. Durch die Bereitstellung von Forschungs-ergebnissen, die Synthese des Know hows und den Technologietransfer zwischen den Projekt- und LOI-Partnern über Open Innovation wird ein deutlicher Innovationssprung im Bereich des Brandgeschehens (u. a. Brand- und Reaktionskinetik) und der Brandschutzsysteme aller am Projekt beteiligten Partner erreicht.

Folgende konkrete Ziele und Ergebnisse werden im Netzwerkprojekt angestrebt:

  

Projektziele

  • Aufbau und nachhaltiger Betrieb einer Netzwerkgruppe und einer Informationsplattform „Brandschutz“
  • Steigerung des Innovationsniveaus je Projektpartner
    • Kenntnis branchenspezifischer Risikopotenziale durch Brandursachenforschung und Untersuchung kritischer Störstoffe in Abfällen
    • Analyse der Brand- & Reaktionskinetik von Abfällen zur Ermittlung spezifischer Brandkenngrößen
    • Untersuchung & Evaluation bestehender Systeme des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes
  • Vier F&E Pilot- bzw. Innovationsprojekte für neuartiger Brandschutzsysteme
    • Detektionstechnologie verbunden mit IR Kamerasystem
    • Neuartiges kombiniertes Sensorsystem
    • Spezielles Brandlöschsystem
    • Entwicklung eines branchenspezifischen Brandschutzmanagement-Systems (inkl. Best-Practice-Katalog).

  

Arbeitspakete

AP1 – Projektmanagement
AP2 – Netzwerk und Open Innovation
AP3 – Brandursachenforschung
AP4 – Brandkenngrößen, Brand- und Reaktionskinetik
AP5 – Untersuchung & Evaluierung bestehender Brandschutzsysteme
AP6 – F&E-Pilotprojekte zu neuen, innovativen Brandschutzsystemen
AP7 – Best-Practice & integratives Brandschutzmanagement

 

Fördergeber

0 Ffg Logo Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

 

Projektpartner

12 Bt-wolfgang Binder Gmbh BT-Wolfgang Binder GmbH

7 Green Tech Cluster Styria Gmbh  Gtc Green Tech Cluster Styria GmbH (GTC)

13 Leader Photonics Gmbh LEADER Photonics GmbH

2 Mayer Recycling Gmbh Mayer Recycling GmbH

8 Oswald Hackl E.u. Oswald Hackl e.U.

9 Reststofftechnik Ges.m.b.h Reststofftechnik GES.M.B.H.

3 Risk Experts Risiko Engineering Gmbh Risk Experts Risiko Engineering GmbH

4 Samsoric Gmbh 1 SAMsoric GmbH

5 Saubermacher Dienstleistungs Ag Saubermacher Dienstleistungs AG

11 Scholz Austria Gmbh Scholz Austria GmbH

Tuev 1 TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH

6 Verband Der Oesterreichischen Entsorgungsbetriebe  Voeb  1 Verband der österreichischen Entsorgungsbetriebe (VOEB)

 

 

Sie können dem Projektverantwortlichen Herrn Dipl.-Ing. Thomas Nigl mit nachstehendem Formular gerne direkt eine Anfrage senden.

Thomas Nigl

Thomas Nigl

Dipl.-Ing., BSc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telefon: +43 3842 / 402-5124
Mobil: +43 676 / 84 53 86-824
Fax: +43 3842 / 402-5102
E-Mail: thomas.nigl@unileoben.ac.at

 
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